Interview in a tempo

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Ein sehr eindrückliches Portrait über Enno Schmidt, seinen Weg zum Grundeinkommen und seine Arbeitsweise:

Initiative braucht Raum


a tempo: Die Initiative für ein Grundeinkommen ist für Sie wie ein Bild, an dem weiter gemalt wird?
Enno Schmidt: Oder eine Skulptur, die weiter aus dem Stein gehauen wird. Es ist ja viel weniger eine Utopie als das Herausarbeiten der bestehenden Wirklichkeit, über die nur nie wirklich gesprochen wird.

Grundeinkommen in der FAZ angekommen

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Abgesehn vom falschen Titel - richtig wäre: Einkommen, um arbeiten zu können - und einigen kleineren Schnitzern ist dieser Artikel von Philipp Krohn in der Frankfurter Allgemeine doch sehr bemerkenswert - um nicht zu sagen: historisch...
Sehr schön auch der Rubriktitel: "Menschen und Wirtschaft"

Hier der Artikel als PDF
Und hier online

Enno Schmidt - Reportage in der FAZ.NET

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"Überall in Deutschland haben sich Bürgerinitiativen gegründet, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten. Wirtschaftsredaktor Philipp Krohn hat sie gemeinsam mit dem F.A.Z.-Fotografen Matthias Lüdecke besucht und über ihre Vision befragt. Eine Tagesmutter, ein Künstler und ein Unternehmer berichten über ihre Idee. Sie wollen das Sozialsystem revolutionieren."

Link zur Slideshow

Jeder ein König

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Artikel von Nils Bremer in "der Freitag" zu unserem Auftritt mit Susanne Wiest im Schauspiel in Frankfurt:

Jeder ein König

Ostsee Anzeiger Titelseite

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Eine Idee hat Konjunktur
Nicht Berlin, nicht Frankfurt, nicht Zürich, sondern Mecklenburg-Vorpommern. An der Ostsee da geht was: Ina Schwarz, Redaktorin beim Ostsee Anzeiger, bringt eine ausführliche Besprechung der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens als Titelgeschichte mit Interview und Kolumne:

Titelseite:
Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen berührt immer mehr Menschen

Interview:
Jeder Mensch ist eine ganz handfeste Vision

Kolumne
Mut zum Wandel


Die Artikel im Ostsee-Anzeiger online

Jeder Mensch ein Königin

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"Der Filmessay ‹Grundeinkommen – ein Kulturimpuls› von Daniel Häni und
Enno Schmidt wurde Mitte September 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt und
fand ein erfreulich positives Echo. Hans-Christian Zehnter traf sich mit den
beiden Filmemachern im ‹unternehmen mitte› in Basels Innenstadt und
thematisierte im Gespräch den Zusammenhang zwischen Individualität und
Grundeinkommen."


Gesteigerter Egoismus - Auszug aus dem Interview:

Zehnter: Für das Grundeinkommen bedeutet das, dass es nur funktionieren kann, wenn die Menschen diese Art des Miteinanders bereits gelernt haben. Sind wir Menschen heute nicht doch noch viel zu egoistisch?

Häni: Nein, den Egosimus kann man gerade nur überwinden, indem man ihn zulässt. Egoismus ist nicht durch «Man soll!» und «Man darf nicht!» zu bändigen. Im Gegenteil, ohne den Gang durch den Egoismus kann sich das Individuelle gar nicht richtig entwickeln. Deshalb muss das Grundeinkommen auch wirklich bedingungslos sein. Wenn man das Grundeinkommen doch nur wieder mit den alten moralischen Forderungen dazu, wie die anderen zu sein haben, verbindet, lässt man besser die Hände davon und jätet im eigenen Garten.

Schmidt: Man muss den Egoismus sogar steigern und ausweiten, bis das Individuum erkennt: Die Anliegen der Welt, das sind ja meine Anliegen. Selbstlosigkeit kann doch nur stattfinden über den Egoismus hinaus. Man wäre ein fataler Egoist, wollte man den Egoismus abschaffen.

Ganzes Interview als PDF lesen und ausdrucken

DRS II Reflexe

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Grundeinkommen für alle: Ein Film-Plädoyer für eine radikale Idee

"Die Idee vom garantierten Grundeinkommen ist einfach: Ein Einkommen für alle, ohne einen damit verbundenen Zwang zur Arbeit. Die Basler Kulturaktivisten Daniel Häni und Enno Schmidt versuchen mit ihrem Film «Grundeinkommen» die Idee populär zu machen. Eine Utopie?

Mit den einfachen Mitteln der «Youtube-Generation» erklären sie in 100 Minuten die Idee des Grundeinkommens. Und angesichts der Ratlosigkeit in den internationalen Finanzmärkten stossen ihre Ideen zunehmend auf Begeisterung.

Aber: Kann die Idee überhaupt funktionieren? Oder würde die Gesellschaft bei garantiertem Einkommen im ausgiebigen Nichtstun versinken? Häni und Schmidt sind zu Gast bei Michael Sennhauser."

Link zur Sendung
Sendung direkt als Podcast hören

Die Original-DVD mit Heft zum Film bestellen:
In der Schweiz: kultkino
In Deutschland: Institut für Kino und Filmkultur

Spinnt der, oder was?

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In inside B - Magazin für Wirtschaft und Leben in Baden - interviewt die Chefredaktorin Doris Geiger die Prodagonisten der Initiative Grundeinkommen zur Idee des Grundeinkommens und aktuellen Zusammenhängen, z.B. der Finanzkrise:

inside B> Wäre bei der Entstehung der Immobilienblase gesundes Misstrauen angebracht gewesen?

Enno Schmidt> Man hat die Akteure am Finanzmarkt idealisiert und das dann „Vertrauen“ genannt, weil man hoffte, davon selbst profitieren zu können. Misstrauen in die Immobilienspekulationen und den Kreditehandel hätte es gar nicht gebraucht, sondern nur Verstand. Die Menschen sind anfällig für Märchen, wenn sie hoffen, sie selbst kämen als Goldmarie aus der Geschichte raus. Unsicher zu werden ist viel zu wenig. Im Film sagt Konstantin Adamopoulos (ein Kurator aus Köln, die Red.), der größte Bedarf heute bestünde an Vertrauen. Das war ein gutes halbes Jahr vor der jetzigen Krise. Was er meinte, ist aber nicht blindes Vertrauen, sondern Hinwendung. Wahrnehmung des Anderen und Vertrauen in ihn als Mensch. Damit wären wir beim Grundeinkommen.

inside B> Sorgt die Finanzkrise dafür, dass unsere Gesellschaft reifer wird für ein Grundeinkommen?

Daniel Häni> Die Zeit ist reif! Ich finde die Finanzkrise gar nicht so schlecht. Überhaupt sind Krisen positiv, wenn man den Sinn, der darin liegt, greifen kann. Den Sinn der aktuellen Finanzkrise sehe ich darin, zu lernen, sich nicht verunsichern und blenden zu lassen. In Wirklichkeit stehen ja die Häuser noch, deren falsche Bewertung man als Ausgangspunkt der Krise benennt. Ich will das Ganze ja nicht banalisieren, aber vielleicht sollten wir mal dafür sorgen, dass die Häuser wieder genutzt werden. Die Krise der Krise ist, dass wir uns verängstigen lassen, und das kann fatale Folgen haben. Keiner traut mehr dem andern, das Geld fließt nicht mehr. Anstatt Angst sollten die Menschen Geld haben.
Die unglaubliche Arroganz ist, dass nun aus Steuergeldern die Bankinstitute, die aufs falsche Pferd gesetzt haben, aufgepäppelt werden mit dem Vorwand, dass sonst alles zusammenbricht. Besser wäre, das Geld an die Menschen auszuzahlen.

Interview als PDF ausdrucken und lesen (11 Seiten)

Interview im NZZ-Folio

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Ein kleines feines Interview zur Initiative Grundeinkommen im NZZ Folio 7/06 Die Monatsbeilage der Neuen Zürcher Zeitung.

Daniel Häni und Enno Schmidt, Sie sind die Gründer der «Initiative Grundeinkommen». Was sind Ihre Forderungen?
Wir stellen keine Forderungen, wir stellen Fragen, zum Beispiel: «Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?»

Ich würde Strassentheater spielen. Wie viel Geld gäbe es denn pro Person?
2500 Franken pro Monat, für jeden, bedingungslos. Grundeinkommen wäre ein Bürgerrecht wie das Stimmrecht.

Wie soll das finanziert werden?
Über die Mehrwertsteuer. Grundeinkommen ist eine Mehrwertvergütung. Anstelle der Leistung würde der Verbrauch besteuert. Das hätte positive Auswirkungen auf die Lohnkosten, an denen sich heute das soziale Netz erhängt. Wir könnten unbezahlbare Arbeiten in grösserem Masse tätigen.

Womit würden Sie die Leute motivieren, wenn nicht mit Geld?
Menschen motivieren sich immer mehr selbst. Eine Arbeit, die man wirklich tun will, ist motivierend. Was nützen Ihnen Leute, die sich am Arbeitsplatz aufhalten, aber innerlich gekündigt haben? Geld wird weiterhin eine Motivation sein, aber das Grundeinkommen beseitigt den Zwang zur Erwerbsarbeit.

Wer macht dann die Drecksarbeiten?
Notwendige Arbeiten, die keiner machen will, sollen besser bezahlt werden.

Was soll aus der Initiative werden?
Grundeinkommen ist ein Kulturfortschritt, der passiert nicht von heute auf morgen. Zunächst kommt der Mensch in eine sinnvolle Persönlichkeitskrise und fragt sich: Wer bin ich? Was kann ich? Wie will ich leben? Für wen will ich arbeiten? Wofür bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen? Wir suchen jetzt Mittel, um versuchshalber 100 Leute für 3 Jahre mit einem Grundeinkommen auszurüsten. Der nächste Schritt ist eine Volksinitiative: «1 Mehrwertsteuerprozent für Kultureinkommen.» Das würde schon für fast 100 000 Menschen reichen.

Was machen Sie beruflich?

Wir sind Unternehmer.

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?
Das Gleiche, aber besser.